Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage: Gelebte Haltung im Alltag

Unsere Auszeichnung als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ist weit mehr als ein Schild an unserer Schulwand – sie ist ein tägliches Qualitätsversprechen und Kernbestandteil unserer Schulethik. Als Teil des bundesweiten Netzwerks bekennen wir uns offen zu einer Gemeinschaft, in der Ausgrenzung, Diskriminierung und Vorurteile keinen Platz haben. Im Geiste unserer Namensgeber, Hans und Sophie Scholl, beschäftigen wir uns mit Werten wie Toleranz, Respekt und Zivilcourage in ganz alltäglichen Situationen, wo es bereits im gewöhnlichen Umgang miteinander zählt, zu reflektieren und hinzuschauen. Demokratie und ein faires Miteinander sind an unserer Schule keine abstrakten Unterrichtsthemen, sondern gelebte Praxis auf dem Boden der Tatsachen.

Das Bild zeigt das offizielle, langgestreckte Logo der Initiative „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in einer dreidimensionalen, leicht schräg geneigten Ansicht auf weißem Hintergrund. Das Schild zeichnet sich durch ein kontrastreiches, zweizeiliges Design aus, bei dem sich schwarze und weiße Textfelder spiegelverkehrt abwechseln und die Aufschrift „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ in serifenloser Schrift tragen.

Wir begegnen Herausforderungen mit einem klaren und verlässlichen Handlungsrahmen:

  • Der umfassende Schutzraum: Wir gestalten eine Schulatmosphäre, die von gegenseitiger Wertschätzung und emotionaler Sicherheit getragen ist. Jedes Kind soll sich in seiner Einzigartigkeit angenommen und sicher fühlen.
  • Prävention durch Aufklärung: Im Rahmen von regelmäßigen, altersgerechten Projekten, Diskussionen und Aktionstagen setzen sich die Jugendlichen aktiv mit den Themen Vorurteile, Vielfalt und Menschenwürde auseinander.
  • Konsequente Intervention: Schule mit Courage bedeutet für uns vor allem, im Alltag hinzusehen. Wir leben vor, treten aktiv für die Rechte anderer ein und intervenieren dort, wo Grenzen des Respekts überschritten werden. Bei Konflikten greift sofort unsere etablierte Interventionskette aus Beratung und aktiver Konfliktbewältigung.
GESCHWISTER SCHOLL Hans und Sophie Scholl Hans Scholl war mit Alexander Schmorell Begründer der Widerstandsbewegung „Weiße Rose“ gegen die NS-Diktatur. Ab Sommer 1942 riefen sie in München mit Flugblättern gegen die NS-Diktatur und zur Beendigung des Krieges auf. Später kam auch Hans' Schwester, Sophie Scholl, der Bewegung hinzu. Hier befindet sich das historische Foto: Hans und Sophie Scholl 1942. Darunter zu lesen ist: Am 22. Februar 1943 wurden die Geschwister Scholl zusammen mit der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ hingerichtet. Hier befindet sich das Foto des Denkmals. Darunter zu lesen ist: Denkmal der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ in München, mit Flugblättern in den Boden eingelassen.

So leben wir vor, treten ein für, erziehen wo nötig und geben damit unerlässliche Werte an unsere Schülerinnen und Schüler weiter, die von jeder Generation neu erlernt und gerade auch schulalltagsübergreifend gelebt und verteidigt werden müssen. Deshalb ist dieses Siegel für uns eine dauerhafte Selbstverpflichtung – für Schülerinnen und Schüler gleichermaßen wie für uns Lehrkräfte und alle hier im Haus beschäftigten Menschen.

Unser jährlicher Gedenktag: Der Geschwister-Scholl-Tag

Im Geiste von Hans und Sophie Scholl haben wir in diesem Rahmen an unserer Schule den sogenannten „Geschwister-Scholl-Tag“ fest verankert, den wir jedes Jahr zum 22. Februar begehen. Dieser Tag erinnert einerseits an die perfiden Strategien wie barbarischen Verbrechen der Nationalsozialisten, aber noch viel wesentlicher für uns: an die Möglichkeit, unsere Gesellschaft im Rahmen demokratischer Werte und Strukturen zu bewahren.
Die Kinder setzen sich jedes Jahr aufs Neue ehrfurchtsvoll mit der Geschichte der Geschwister Scholl auseinander und treffen auch im Schulhaus auf Stationen, die zum Nachdenken anregen – wie beispielsweise unsere im Gebäude verlegten Stolpersteine.
Wir wollen sensibilisieren, zum Denken anregen und dazu ermutigen, den Blick über den eigenen Tellerrand zu wagen. Daher geht es uns gerade nicht um ideologische Blasen oder politische Dogmen. Es geht schlicht und ergreifend um Pädagogik, darum, die Fundamente der höchsten Erziehungsziele des Erwachsenseins auszubilden: Empathie, Autonomie, Akzeptanz und Kongruenz. Unser Ziel sind Persönlichkeiten, die fähig sind, sich eine eigene Meinung zu bilden, diese mutig zu vertreten und gleichzeitig die Rechte anderer bedingungslos zu achten.

Die Grafik zeigt die dreidimensionale Ansicht eines quadratischen, glänzenden Stolpersteins aus Messing mit abgerundeten Ecken auf einem schlichten weißen Hintergrund. Die eingeprägte Inschrift lautet: „Stolperstein in Gedenken an Hans und Sophie Scholl, am 22.02.1943 durch Nazis ermordet, Geschwister Scholl Tag an der Geschwister Scholl-Realschule Wallhausen“.