Schule der Zukunft
Kompetenzen für morgen
Als zertifizierte „Schule der Zukunft“ des Landes Rheinland-Pfalz setzen wir auf eine kontinuierliche und praxisnahe Weiterentwicklung unseres Unterrichts. Für uns bedeutet dieses Prädikat, die bewährten Schulstrukturen durch moderne, zukunftsweisende Elemente zu erweitern und zu bereichern. Wir konzentrieren uns dabei auf drei konkrete pädagogische Bausteine, die wir für unsere Schulgemeinschaft beschlossen haben und aktiv umsetzen.
Das Kompetenztraining am Vormittag
Um die sozial-emotionalen wie organisatorisch-pragmatischen Grundkompetenzen unserer Schülerinnen und Schüler gezielt zu stärken, haben wir Raum im Stundenplan geschaffen. Durch eine geraffte und konzentrierte Vermittlung der klassischen Unterrichtsinhalte öffnen wir so am Vormittag ein fest verankertes, 90-minütiges leistungs- und bewertungsfreies Zeitfenster.
In diesen Räumen erlernen die Jugendlichen im projektbezogenen Arbeiten elementare Fähigkeiten wie Teamwork, Selbstorganisation und Eigenverantwortung:
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Aufbau von Selbstorganisation:
Die Jugendlichen erhalten die Verantwortung, Projekte in Kleingruppen von der Idee bis zur Präsentation eigenständig zu planen, Arbeitszeiten einzuteilen und Aufgaben zu verteilen. Das schult das Zeitmanagement und die Eigeninitiative: Fähigkeiten, die weit über die Schulzeit hinauswirken.
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Erfahrung von Selbstwirksamkeit:
Durch das Arbeiten an realen, praxisnahen Projekten erleben die Schülerinnen und Schüler, dass ihr eigenes Handeln und ihre Ideen einen direkten, sichtbaren Unterschied machen. Das stärkt das Selbstbewusstsein, Selbstwirksamkeit und die innere Motivation.
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Stärkung der sozial-emotionalen Reife:
Im Team lernen die Schülerinnen und Schüler, unterschiedliche Meinungen auszuhalten, Rücksicht zu nehmen, Konflikte konstruktiv zu lösen und Frustrationstoleranz aufzubauen. Sie erfahren hautnah, dass gemeinsame Ziele nur durch gegenseitigen Respekt und Verlässlichkeit erreicht werden können.
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Erhalt der fachlichen Substanz:
Da wir die klassischen Lehrinhalte der Fächer im Vorfeld konzentriert haben, geht dieses intensive Persönlichkeitstraining an keiner Stelle zulasten des Fachwissens. Die Jugendlichen erhalten das Beste aus zwei Welten: fundierte fachliche Bildung und eine starke Charakterausbildung Hand in Hand.
Die schrittweise Umsetzung des offenen Raumkonzepts
Zeitgemäßes Lernen benötigt flexible Umgebungen. Die Geschwister-Scholl-Realschule plus Wallhausen befindet sich daher in einem gegenwärtig fortlaufenden Prozess zur offenen Raumkonzeptgestaltung, den wir nach und nach im Schulgebäude realisieren. Traditionelle Schulhausstrukturen wie ungenutzte Flure, eine verschlossene Bibliothek, die abgesperrte Mensa, ein unzugängliches Lesezimmer sowie zeitlich begrenzt geöffnete Spiel- und Chillouträume entwickeln sich bei uns Schritt für Schritt zu stets zugänglichen, multifunktionalen Landschaften, die sich am wegweisenden Design der Clusterschule orientieren. Durch die Etablierung von atmosphärischen Arbeitsbereichen, eine gezielt moderne, einladende Gestaltung und die Akzentuierung durch ein pädagogisches Farbkonzept sollen mittelfristig funktionale Rückzugszonen für Klassen und Lerngruppen geschaffen werden.
Damit etablieren wir die räumlichen Voraussetzungen für eine zukunftsorientierte Schule, in der man sich rundum wohlfühlen kann. Derartige Lernumgebungen unterstützen sowohl das hochgradig differenzierte Lernen im Rahmen der Inklusion als auch das konzentrierte Arbeiten in den Bildungsgängen der Sekundarstufe I.
Unterrichts- und Klassenkonzept
Innovation gelingt dann, wenn sie freiwillig und kollegial begleitet in die Praxis überführt wird. Seit dem Schuljahr 2026/27 tasten sich bei uns erste Lehrkräfte freiwillig und motiviert im regulären Betrieb an die praktische Umsetzung eines neu strukturierten Unterrichts- und Klassenkonzepts heran. In diesen Pionierklassen sammeln wir erste wertvolle Erfahrungen mit einer veränderten Rhythmisierung des Lernalltags, umgesetzt durch neue Formen der Sitzordnung, Materialaufbereitung sowie agile Arbeitsmethoden.Diese bewusste Erprobung als bloßes Ausprobieren bedeutet bei uns keineswegs den Beginn eines unumkehrbaren Prozesses ohne die Möglichkeit zur Rückkehr zu dem, was sich seit Jahrhunderten bewährt hat. Wir proben, evaluieren, prüfen… und werden das Gute behalten.
Auf dem Boden bleiben…
Eben weil wir lediglich erproben, evaluieren, prüfen und das Gute beibehalten, bleiben wir als Kollegium und Schule eine Einheit und auch auf dem Boden der Tatsachen. Wir verstehen die Initiative „Schule der Zukunft“ als Werkzeug, um den klassischen Bildungsauftrag der Realschule plus insofern neu zu denken, indem wir ihn erweitern und das stärken, was sich bewährt hat. Unser Fokus liegt auf der messbaren Qualität und der verlässlichen Vorbereitung auf die Lebens- und Arbeitswelt unserer Schülerinnen und Schüler – getragen von einem menschlich offenen und in den pädagogischen Grundsätzen geeinten Kollegium, das Innovation mit Augenmaß und Struktur gestaltet.







